Vergleich der Methoden

BILD: Die besten Methoden zur Raucher-Entwöhnung im Vergleich

Artikel von: NICOLE GAST veröffentlicht am 31.12.2007

Quelle: bild.de

Noch nie war der gute Vorsatz mit dem Rauchen aufzuhören so sinnvoll wie jetzt: Ab dem 1. Januar 2008 ist in allen öffentlichen Einrichtungen, in Fernzügen der Deutschen Bahn sowie in Restaurants, Bars und Cafés Schluss mit Qualmen.

Dann heißt es für viele: Schluss mit dem Griff zur Zigarette im Café und Ende mit dem gemütlichen Zurücklehnen-und-blauen-Dunst-genießen nach dem Dinner. Stattdessen ist frieren angesagt, denn auch jetzt im Winter gibt es kein Pardon für Nikotin-Jünger: Rigoros werden sie vor die Türen von Restaurant und Cafes vertrieben – außer es ist ein separater Raucherraum vorhanden. Die Aussicht auf Frostbeulen an den Nikotinfingern – ist das vielleicht Motivation genug um die Fluppe für immer aus der Hand zu legen?
Für alle, die den Countdown bis zum Verbot nutzen wollen um Nichtrauer zu werden, stellt BILD.de die verschiedenen Methoden und ihre Wirksamkeit vor. Finden Sie heraus, welche am Besten zu Ihnen passt.

  • Nichtraucher-Kurse 

Fazit: Wirksamste Methode zur Raucherentwöhnung – jeder zweite ist nach einem Jahr Nichtraucher. Mit 75 bis 280 Euro allerdings kostenintensiv. In einigen Fällen gibt es Zuschüsse von der Krankenkasse.1/8

Diese Kurse gehen meist 4-6 Wochen und sollten auch regelmäßig besucht werden. In der Gruppe erfahren Raucher, wie sie ihr Suchtverhalten ändern, den automatischen Griff zur Zigarette verhindern und die Sucht beherrschen lernen können. Die Unterstützung von Fachleuten und Gleichgesinnten wird von vielen Kursteilnehmer zusätzlich als Hilfe gesehen.

  • Nikotinpflaster, Kaugummis & Co.

Pflaster, Kaugummis oder Lutschtabletten sind so gut wie ungefährlich. Es gibt sie daher rezeptfrei in der Apotheke. Nikotin-Kaugummis bieten sich bei Gelegenheitsrauchern an, starke Raucher sollten zum Pflaster oder zur Lutschtablette greifen. Die Präparate können auch gleichzeitig genommen werden. Die Therapie mindestens 12Wochen durchhalten!
Fazit: Gute Wirkung, geht aber anfänglich ins Geld. 28 Pflaster kosten zwischen 66 und 90 Euro und reichen für einen Monat. Für 36 Kaugummis muss man 12 Euro berappen.

  • Die Schlusspunktmethode

Alles, was man bei dieser Methode haben muss, ist ein Termin. Diesen setzt man selber fest und muss nur eine Sache tun: ab diesem Tag X nicht mehr rauchen.
Fazit: Kostengünstigste und weit verbreitete Methode. Bei fünf bis zehn Prozent der Raucher wirkt es – man braucht aber einen eisernen Willen und jede Menge Disziplin.

Übrigens: 
Jeder Versuch aufzuhören ist zwecklos, wenn Sie es nicht selber wollen. Und falls das kommende Rauchverbot nicht Grund genug für Sie ist, die Zigarette aus ihrem Leben zu verbannen, sind es vielleicht folgende Zahlen: Die Nikotinsucht kostet einen typischen Raucher durchschnittlich 55 000 Euro und sechs Jahre seines Lebens – im Fall von Lungenkrebs sogar 12-13 Jahre.
(Quelle: Robert-Koch-Institut, www.rki.de)

  • Kurse

Diese Kurse gehen meist 4-6 Wochen und sollten auch regelmäßig besucht werden. In der Gruppe erfahren Raucher, wie sie ihr Suchtverhalten ändern, den automatischen Griff zur Zigarette verhindern und die Sucht beherrschen lernen können. Die Unterstützung von Fachleuten und Gleichgesinnten wird von vielen Kursteilnehmer zusätzlich als Hilfe gesehen.

Fazit: Wirksamste Methode zur Raucherentwöhnung – jeder zweite ist nach einem Jahr Nichtraucher. Mit 75 bis 280 Euro allerdings kostenintensiv. In einigen Fällen gibt es Zuschüsse von der Krankenkasse.

  • Kaugummis

Pflaster, Kaugummis oder Lutschtabletten sind so gut wie ungefährlich. Es gibt sie daher rezeptfrei in der Apotheke. Nikotin-Kaugummis bieten sich bei Gelegenheitsrauchern an, starke Raucher sollten zum Pflaster oder zur Lutschtablette greifen. Die Präparate können auch gleichzeitig genommen werden. Die Therapie mindestens 12Wochen durchhalten! 
Fazit: Gute Wirkung, geht aber anfänglich ins Geld. 28 Pflaster kosten zwischen 66 und 90 Euro und reichen für einen Monat. Für 36 Kaugummis muss man 12 Euro berappen.

  • Schlusspunktmethode

Alles, was man bei dieser Methode haben muss, ist ein Termin. Diesen setzt man selber fest und muss nur eine Sache tun: ab diesem Tag X nicht mehr rauchen.
Fazit: Kostengünstigste und weit verbreitete Methode. Bei fünf bis zehn Prozent der Raucher wirkt es – man braucht aber einen eisernen Willen und jede Menge Disziplin.

Bei dieser traditionellen chinesischen Heilmethode werden Nadeln in „Anti-Suchtpunkte gestochen, die sich meist am Ohr befinden. Akupunktur beeinflusst positiv den Prozess der Raucherentwöhnung, indem sie Entzugssymptome wie Frustration oder Heißhungerattacken lindern soll.
Fazit: Mit 50-100 Euro pro Sitzung ein eher teures Privatvergnügen. Keine Studien über dauerhafte Erfolge.

  • Hypnose

Bei der Hypnose spricht der Therapeut das Unterbewusstsein des Rauchers an. Erster Schritt der Behandlung ist es, das Rauchen mit negativen Vorstellungen zu verknüpfen. Danach wird das Nicht-Rauchen mit Glücksgefühlen in Verbindung gebracht.

Fazit: Kostenintensiv. Eine Sitzung kostet bis zu 250 Euro, vier bis fünf Sitzungen werden empfohlen. Der Erfolg ist individuell vom Patienten abhängig.

  • Spritze

Die Kombi-Spritzen-Therapie »Detox N« soll im Schlaf von der Nikotinsucht befreien. Erst wird dem Patienten ein krampflösendes Medikament gespritzt. Dieses blockiert kurzzeitig die Nikiton-Andockstellen im Zentralnervensystem. 30 Minuten später erhält der Patient eine Sprite mit einem Beruhigungsmittel – er wird in einen Heilschlaf versetzt. Nach dem Aufwachen beginnt das Zigaretten-freie Leben. Gegen die Stress- und Angstgefühle gibt es noch zehn Tage lang Tabletten.

Fazit: Die Kosten betragen ca. 410 Euro. Nach Angaben der Therapiezentren in Berlin und Bayern sind sieben von 10 Patienten mit dieser Methode erfolgreich.

  • Pille

Seit 2007 gibt es die Rauchfrei-Pille Champix. Sie beinhaltet kein Nikotin, sondern den Wirkstoff Varenecilin. Zwei mal täglich 12 Wochen lang sollten die verschreibungspflichtigen Pillen geschluckt werden. Eine weitere Pille ist Zyban, die sieben bis neun Wochen genommen werden sollte. Allerdings hat der in ihnen enthaltene Wirkstoff Bupropion starke Nebenwirkungen wie Schwindel, Schlafstörungen und in seltenen Fällen sogar Krämpfe. 
Fazit: Kosten: ca. 300 Euro. Die Kasse zahlt nicht. Wirkung: Vier von zehn Rauchern waren am Ende der Champix-Therapie rauchfrei. Nach einem Jahr waren es noch zwei – mit Zyban einer.

  • Bücher

Einfach zuhören oder kurz im Buch schmökern – und schon soll die Lust auf Nikotin verschwunden sein? Nein. Ratgeber von Allen Carr, Heribert Unland oder Susan Hepburn können zwar Hintergrundinformationen und Unterstützung geben, die Motivation muss aber ganz allein von Ihnen kommen.

Fazit: Nur wenn man hundertprozentig motiviert ist, sind Bücher und CD´s hilfreich.

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